Die Menge an Pigment in augenschatten die Rezeptur macht wirklich den entscheidenden Unterschied dafür, wie gut die Produkte auf der Haut wirken. Je mehr Pigment enthalten ist, desto satter und lebendiger wirken die Farben – doch dies hat seinen Preis. Lidschatten mit einem Mica-Gehalt von über 15 % neigen dazu, zu trocken und schuppig zu werden und im Laufe des Tages leicht abzubröckeln. Eisenoxide stellen hingegen einen ganz anderen Fall dar: Rezepturen mit mehr als 30 % Eisenoxid halten auf der Haut nur sehr kurz. Studien zeigen, dass ein Pigmentgehalt zwischen 12 % und 18 % die Haftung der Lidschatten auf der Haut tatsächlich verbessert – was bedeutet, dass weniger Make-up in Richtung Augen wandert, wo es zu Reizungen führen kann. Für Unternehmen, die solche Produkte herstellen, ist es daher unerlässlich, verschiedene Pigmentkonzentrationen mittels sachgerechter Labortests zu überprüfen. Diese Tests sollten die Haltbarkeit des Make-ups auf verschiedenen Hauttypen bewerten, da eine Rezeptur, die bei einer Person gut funktioniert, bei einer anderen möglicherweise weniger gut abschneidet.

Der optimale Pigmentgehalt variiert grundsätzlich je nach Grundlagenchemie:
| Formulartyp | Pigmentbereich | Schlüssel-Leistungsziel |
|---|---|---|
| Talkfrei | 8–12% | Cremige Mischbarkeit ohne Überlastung durch Bindemittel |
| Mineralisch (Zink/Mica) | 15–22% | Hohe Deckkraft bei minimaler Trockenheit |
| Wasseraktiviert | 25–35% | Feuchtigkeitsausgelöste Farbfreisetzung |
Talkfreie Systeme erfordern hydrophile Oberflächenbehandlungen, um die Dispersion unter 15 % zu stabilisieren. Mineralische Formulierungen beruhen auf mikronisierten Partikeln (< 20 μm), um Körnigkeit oberhalb von 18 % zu vermeiden. Wasseraktivierte Varianten benötigen hydrophobe Pigmentbeschichtungen, um Belastungen > 25 % zu bewältigen und eine vorzeitige Aktivierung zu verhindern. Alle Formulierungen unterziehen sich einer beschleunigten Stabilitätsprüfung, um die MoCRA-konforme Wirksamkeit der Konservierung über den gesamten Bereich der Feuchtigkeitsempfindlichkeit zu bestätigen.
Top-OEM-Unternehmen stellen sicher, dass sie die Herkunft ihrer Pigmente und Bindemittel nachverfolgen können, wobei jeder Inhaltsstoff anhand der bekannten offiziellen INCI-Namen und CAS-Nummern überprüft wird. Dieses zweistufige Prüfsystem gewährleistet im Grunde, dass sämtliche Inhaltsstoffe bereits lange vor dem eigentlichen Mischen die geforderten Reinheitsgrade erreichen, für den Verbrauch sicher sind und gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Bei der Herstellung von talkfreien oder mineralbasierten Lidschatten müssen Lieferanten detaillierte Unterlagen vorlegen, aus denen genau hervorgeht, wo die Mineralien geologisch herstammen und wie sie verarbeitet wurden. Wasseraktivierte Formulierungen stellen eine weitere Herausforderung dar, da hier spezielle hydrophile Bindemittel erforderlich sind, deren Löslichkeitseigenschaften umfassend getestet wurden. Jede Charge erhält ihr eigenes Analysezertifikat, das belegt, dass der Gehalt an Schwermetallen innerhalb strenger Grenzwerte bleibt – Blei unter 10 ppm (Teile pro Million) und Arsen unter 3 ppm. Diese Tests sind es, die Farben tatsächlich sicher halten und dafür sorgen, dass sie bei den Kund:innen gut wirken.
Sobald die Rezepturen fertiggestellt sind, durchlaufen Prototypen beschleunigte Stabilitätstests, die simulieren, was innerhalb von 24 Monaten auf Verkaufsregalen passieren würde. Dabei werden sie zwischen Temperaturen von 4 Grad Celsius bis hin zu 45 Grad Celsius bewegt und zudem einer kontrollierten Menge ultravioletten Lichts ausgesetzt. Bei mikrobiologischen Tests fügen Wissenschaftler gezielt häufig vorkommende Bakterien wie Staphylococcus aureus sowie Pilze wie Candida albicans hinzu, um zu überprüfen, wie gut die Konservierungsstoffe wirken. Ziel ist eine Reduktion dieser Krankheitserreger um mindestens 99,9 Prozent innerhalb von 28 Tagen. Bei gepressten Pulvern prüfen wir, ob die Bindemittel die Pigmente ordnungsgemäß halten, indem wir sie aus einer Höhe von mehr als 1,5 Metern fallen lassen und Schwingungstests durchführen. Cremeprodukte erhalten ebenfalls eine spezielle Behandlung: Sie unterziehen sich Zentrifugentests, um sicherzustellen, dass sich die Öl- und Wasserphase nicht trennen. All diese unterschiedlichen Tests tragen dazu bei, konsistente Texturen, gleichmäßige Farbverteilung und mikrobiologische Sicherheit auch unter den verschiedenen Umgebungsbedingungen zu gewährleisten, denen Verbraucher im Alltag tatsächlich ausgesetzt sind.
Die Einhaltung der MoCRA-Vorschriften erfordert eine umfassende Dokumentation auf jeder Chargeebene. Die Analysezertifikate prüfen mehrere Schlüsselparameter, darunter die Pigmentkonzentration innerhalb einer Toleranz von ±5 %, die Reinheitsgrade des Bindemittels sowie strenge Grenzwerte für Schwermetalle wie Blei und Arsen, die unter 10 ppm (Teile pro Million) bleiben müssen. Bei der Stabilitätsprüfung führen Hersteller Farbechtheitstests durch thermische Zyklen über einen Zeitraum von 12 Wochen bei 45 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 75 % durch; zudem werden Proben UV-Licht ausgesetzt, um sicherzustellen, dass die Farben im Laufe der Zeit nicht durch Oxidation verblassen. Hinsichtlich der mikrobiologischen Sicherheit müssen Unternehmen die ISO-11930-Norm erfüllen und nachweisen, dass es nach einer vollständigen vierwöchigen Testphase mindestens eine Reduktion um drei Log-Stufen gegenüber gängigen Krankheitserregern wie Pseudomonas aeruginosa und Aspergillus brasiliensis gibt. All diese Informationen müssen in die Produktinformationsdatei (PIF) jeder Charge eingetragen werden – zusammen mit detaillierten Angaben zu den CAS-Nummern der Rohstoffe sowie vollständigen Audit-Spuren der Lieferanten. Eine solche umfassende Rückverfolgbarkeit ist nicht nur eine bewährte Praxis; sie verringert tatsächlich das Kontaminationsrisiko und erleichtert den Zulassungsprozess bei der FDA erheblich, da rund 42 Prozent aller MoCRA-Ablehnungsbescheide auf fehlende oder unvollständige PIF-Einreichungen zurückzuführen sind.